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Die Aeskulap-Stiftung wurde im Jahr 2008 von Vorständen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gegründet. Die Gründung der Stiftung erfolgte vor dem Hintergrund folgender
Entwicklungen im deutschen Gesundheitswesen:
In- und ausländische Investoren entdecken zunehmend die ambulante medizinische Versorgung in Deutschland als lukrativen „Markt“, der hohe „Renditen“ verspricht. Es besteht durch dieses „Fremdkapital“ die Gefahr einer zunehmenden Kommerzialisierung der ärztlichen Tätigkeit,
wie sie in der Entwicklung der Medizinischen Versorgungszentren und anderen fremdbestimmten Strukturen zu beobachten ist.
Aus Sicht der Vorstände der KVen und der KBV war und ist die Unterstützung der Ärzteschaft in diesem sich verändernden Umfeld dringend erforderlich. Da die KVen und die KBV als Körperschaften
des öffentlichen Rechts hier nicht handeln konnten, haben die Vorstände mit der Gründung der Aeskulap-Stiftung die Initiative ergriffen, neue Möglichkeiten zur Unterstützung der niedergelassenen Vertragsärztinnen und Vertragsärzte oder niederlassungswilligen Ärztinnen und Ärzte zu schaffen. Es geht hierbei um Unterstützung
durch Service- und Beratungsangebote, Logistik und Management sowie Kapitalbeschaffung und Finanzierungsunterstützung.
Die Vorstände möchten hiermit erreichen, dass die ambulante ärztliche Versorgung auch zukünftig durch freiberuflich tätige Vertragsärztinnen und Ärzte in eigener Niederlassung organisiert wird, um
eine bestmögliche wohnortnahe ambulante medizinische Versorgung aller Patienten sicherzustellen.
Die Vorstände der KVen und der KBV folgen mit dieser Initiative ihrem berufspolitischen Selbstverständnis, nachdem sie verpflichtet sind, über den heutigen Tage hinaus auch die Weiterentwicklung und Zukunftssicherung
der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung für die nächsten 10 bis 15 Jahren zu organisieren.
Da es den Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung selbst nicht möglich ist, Vertragsärztinnen und Vertragsärzte unmittelbar in Fragen des Praxisaufbaus, des Praxismanagements und der Praxisfinanzierung
so umfassend zu unterstützen, haben die Vorstände nach einem Lösungsweg gesucht, der diese wichtige Aufgabenstellung über ein Unternehmen, das letztendlich ein Unternehmen der Ärzteschaft ist, ermöglicht.
Die Gründung der Patiomed AG durch die Gesellschafter Deutsche Apotheker- und Ärztebank, Deutscher Ärzte-Verlag
und KVMED GmbH ist der erste Schritt zum Aufbau eines Unternehmens, das zukünftig allen Vertragsärztinnen und Vertragsärzten gehören soll. Die drei Hauptgründungsgesellschafter der Patiomed AG sind allesamt Unternehmen der Ärzteschaft und halten 96 % der Gesellschaftsanteile. Die Rechtsform der Aktiengesellschaft eröffnet
diesen Weg der unmittelbaren Beteiligung von Ärztinnen und Ärzten. Es besteht bei den Gesellschaftern Einigkeit darüber, dass nach erfolgreichem Unternehmensaufbau eine unmittelbare Beteiligung von Ärztinnen und Ärzten durch die Herausgabe von Stammaktien und Vorzugsaktien erfolgen wird. Damit ist die Patiomed AG dann ein
der Ärzteschaft gehörendes Dienstleistungsunternehmen, das ähnlich wie ärztliche Versorgungswerke zur Unterstützung der Ärzteschaft gegründet wurde.
Der Stiftungszweck der Aeskulapstiftung ist demgemäß in der Satzung wie folgt formuliert: „Die Förderung einer qualitativ hochwertigen wohnortnahen medizinischen Versorgung,
die getragen wird durch Vertragsärzte und Vertrags-psychotherapeuten in eigener Praxis oder angestellter Tätigkeit. Ferner soll die ärztliche und psychotherapeutische Aus- und Weiterbildung gefördert werden. Die Stiftung hat bei der Zweckverwirklichung die Interessen der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen
Bundesvereinigung zu unterstützen“.
Die Aeskulap-Stiftung hat über ihre Tochtergesellschaft KVMED GmbH die Gründung der Patiomed AG unterstützt. Für die KVMED GmbH überwacht mit Herrn Dr. Richter-Reichhelm ein berufspolitisch sehr erfahrener Vertragsarzt als ehrenamtlicher Geschäftsführer der KVMED GmbH und als Aufsichtsrat
der Patiomed AG die Entwicklung der Patiomed AG. Aufgrund seiner Erfahrung, auch als langjähriger Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Berlins und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vertritt Herr Dr. Richter-Reichhelm sehr nachhaltig die Interessen der Vertragsärztinnen und Ärzte.
Die Patiomed
AG soll nach dem Willen der Stifter der Aeskulap-Stiftung und nach dem Willen aller Gesellschafter der Patiomed AG ein umfassendes Beratungs-, Unterstützungs-, Finanzierungs- und Serviceangebot für Vertragsärztinnen und Vertragsärzte anbieten und Praxisgründungen und den Aufbau kooperativer Praxisgemeinschaften unterstützen.
Hierbei sollen vor allem auch für Ärztinnen und Ärzten weitere Möglichkeiten geschaffen werden, in der vertragsärztlichen Versorgung als angestellte Ärzte (Partnerschaftsmodell analog zu den Rechtsanwälten) tätig werden zu können.
Vor dem Hintergrund des sich heute deutlich abzeichnenden zukünftigen Haus- und Fachärztemangels
in allen Regionen müssen in der vertragsärztlichen Versorgung nach Auffassung der Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung dringend attraktive Berufsalternativen zur Klinik oder zu anderen nicht kurativen Bereichen geschaffen werden, damit die ambulante vertragsärztliche Versorgung
auch in Zukunft durch freiberufliche Vertragsärzte gewährleistet werden kann.
Die Patiomed AG wird hierzu vor allem auch junge Ärztinnen und Ärzten sowie niederlassungswillige Ärztinnen und Ärzte aus den Krankenhäusern unterstützen, damit sie eine ärztliche Tätigkeit in der vertragsärztlichen Versorgung aufnehmen
können. Die Lasten und Risiken hoher Anfangsinvestitionen, die im Vorfeld einer Praxisgründung für Beratung, Unterstützung, Finanzierung und Service entstehen, sollen hierbei auch von der Patiomed AG mitgetragen werden, soweit dies für die Praxisgründung, die Praxisübernahme und für die Sicherstellung erforderlich ist.
Die
Frage der Praxisübergabe und Praxisnachfolge ist hierbei genauso relevant, da es für die heutigen Praxisinhaber immer schwieriger wird, einen Nachfolger zu finden und damit den immateriellen und materiellen Praxiswert zu erhalten.
Das Ziel und die Aufgabe der Patiomed AG ist es nach dem Willen aller Gesellschafter,
die ambulante ärztliche Versorgung der Patienten auch zukünftig vor allem durch freiberuflich in eigener Praxis tätige Vertragsärztinnen und Vertragsärzte sicherzustellen. Die Frage der Praxisnachfolge und Praxisübergabe an neue Vertragsärztinnen und Vertragsärzte soll hierbei möglichst unter Erhalt des Praxiswertes organisatorisch
mit unterstützt werden, damit ein wichtiger Bestandteil der Altersversorgung der altersbedingt ausscheidender Ärzte erhalten bleibt.
Nach den Statuten der Stiftungssatzung der Aeskulap-Stiftung können im Kuratorium der Stiftung nur gewählte Vorstände Kassenärztlicher Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung
vertreten sein. Wer aus dem KV-Amt ausscheidet, scheidet auch aus dem Kuratorium der Stiftung aus. Die neu in ein Vorstandsamt gewählten Vorstände können dann in das Kuratorium nachrücken. Es ist eine ehrenamtliche Aufgabe, die hier unentgeltlich von den Vorständen vor allem aus berufspolitischer Motivation übernommen wird.
Auch Herr Dr. Richter-Reichhelm als Geschäftsführer der KVMED GmbH hat diese Aufgabe aufgrund seiner berufspolitischen Überzeugung ebenfalls ehrenamtlich und unentgeltlich übernommen. Die Vorstände der KVen und der KBV sind darüber hinaus an keiner Stelle an der Patiomed AG beteiligt oder für die Patiomed AG tätig.
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Stiftungssatzung Download (PDF)
Kontaktdaten: Aeskulap-Stiftung Ottostraße 12 50859 Köln Tel.: 02234 / 9 81 77 80 E-Mail: info@aeskulapstiftung.de
Vorsitzender des Kuratoriums der Aeskulap-Stiftung: Dr. med.
Carl-Heinz Müller
Vorsitzender des Vorstandes der Aeskulap-Stiftung: Dr. Gunter Hauptmann
Links: KVMED GmbH |
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